Der wichtigste Schritt

Wir haben unzählige Möglichkeiten etwas Neues anzufangen, etwas loszulassen oder das Leben nach unseren Wünschen zu ändern. Nie konnten wir so schnell, so viel Neues lernen. Wir sind weder zeitlich noch örtlich gebunden und können in Sekundensschnelle an Informationen kommen. Anonym und unabhängig können wir lernen, spionieren und recherchieren.


Warum fällt uns der erste Schritt dennoch so schwer? Warum hadern wir so lange mit uns bis wir wirklich anfangen? Die Gründe liegen oft in der Gesellschaft, zwar träumen wir gerne aber zur Umsetzung fehlt uns das Geld, der Mut und am meisten die Zeit. Wer einen normalen Job hat, verbringt damit so viel Lebenszeit, dass er am Abend nach Hause kommt und versucht seine Haustüre mit dem Arbeitsschlüssel aufzusperren. Wir verbringen mehr Zeit mit den Kollegen, als mit unserem Partner. Wie sollen wir da noch dazu kommen unsere Träume zu verwirklichen? Die noch schwierigere Hürde, als unsere Lebensumstände sind unsere Gedanken.


Dort hat sich im Laufe unseres Lebens ein Fehler eingeschlichen. Bevor wir anfangen, wollen wir perfekt sein. Perfekt geschult und alles genauestens durchdacht haben. Das ist der beste Weg, um niemals irgendetwas zu starten, denn dieser Moment, in dem du dich wirklich bereit fühlst und dich der Veränderung gewachsen fühlst, wird nicht kommen. Es sind diese kleinen Stimmen, die uns das Leben viel schwerer machen als es ist. Niemand braucht sie, jeder hat sie. Selbstzweifel. Sie halten uns zurück, das zu sein, was wir sein wollen und sind, aus Unsicherheit, was andere denken könnten und aus Angst, nicht „normal“ oder zu anders zu sein. Deshalb bleiben wir lieber auf unseren 5 Quadratmetern, die uns Sicherheit bieten, selbst wenn sie unglücklich machen. Wir entscheiden uns lieber für das was wir kennen, weil es komfortabler ist.


Im schlimmsten Fall stellen wir dann entsetzt fest, dass ein anderer diesen Schritt gewagt hat und unsere Angst doch unbegründet war. Wir bereuen es dann meist und sind ein wenig neidisch. Die Gedanken „ach hätte ich doch nur“ und „warum habe ich nicht“ ziehen ihre Kreise. Die Selbstzweifel lachen, weil sie wieder gewonnen haben. In diesem Moment hast du dich einfach nicht getraut zu springen. Tausend Auffangnetze konnten dich nicht davon abhalten den ersten Schritt nicht zu gehen.


Es ist immer leicht zu anderen zu sagen "mach doch einfach mal". Genau das tue ich. Mach doch mal. Was ist schlimmer für dich? In deiner unangenehmen Situation zu bleiben oder es versucht zu haben, egal ob du scheiterst oder nicht.


Erinnere dich an die Situationen in deinem Leben, in denen du den ersten Schritt gemacht hast. Was ist daraus geworden und wie hast du dich gefühlt? Warst du rückblickend doch nicht vorbereitet genug und kam alles doch wieder anders, als du es dir in 100 schlaflosen Nächten ausgemalt hast und hast du dein Ziel dennoch erreicht? Selbst wenn es nicht geklappt hat, was hast du daraus gelernt?


Wenn du dich dafür entschieden hast, deinen Traum zu verfolgen, erstelle einen Plan und strukturiere dein Gedankenchaos. Was ist der kleinste und einfachste Schritt, den du heute auf dein Ziel zugehen kannst und fang an! Am nächsten Tag machst du weiter. Kontuinuierlich, diszipliniert aber geduldig und Schritt für Schritt. Glaube an dich und an das Beste, das dir passieren kann, erstelle deine Vision, gestalte einen Plan, und spring!


Hätte ich die Energie, die ich an Ausreden für mich selbst verschwendet habe, in meinen Blog gesteckt...und weniger meiner Aufschieberitis nachgegeben, hätte ich jetzt wohl 100 Beiträge. Stattdessen fiel auch mir der erste Schritt sehr schwer und als ich verstanden habe, dass jeder Mensch, auch der erfolgreichste, irgendwann, trotz der Selbstzweifel, den ersten Schritt gehen musste, bin auch ich einfach gegangen...


Wo steckst du fest? Wo fehlt dir einfach das letzte bisschen Mut um den ersten Schritt zu wagen und was hält dich auf?


Vertrauen heißt, den ersten Schritt zu gehen, auch wenn du die Treppe noch nicht ganz sehen kannst.

-Martin Luther King

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