Sorgenkind!

Du machst dir Sorgen um dich und deine Gesundheit… aber nicht so sehr wie um:

Deine Kinder, deren Kinder, deinen Partner, dessen Eltern, deine Finanzen, die deiner Eltern, deine Freunde, deren Freunde, deine Arbeitskollegen, dein Haus, dein Auto…HILFE!!!


Unser Kopf kann uns in aller Kreativität stundenlang erzählen, was denn alles passieren „KÖNNTE“. Am liebsten zu den unmöglichsten Zeiten. Um 2 Uhr nachts zum Beispiel oder in Situationen, in denen es darauf ankommt möglichst nicht aufgeregt, sondern gelassen zu sein.


Eines meiner ersten Bücher im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung war

„Sorge dich nicht-lebe“ von Dale Carnegie. Danach habe ich ein Sorgentagebuch geführt. Du schreibst also deine Sorgen über mehrere Wochen oder Monate auf und analysierst dann, welche Sorgen tatsächlich eingetroffen sind.


Mindestens 95% der Horrorszenarien, über die wir nachdenken, finden nicht statt.

Nehme Abstand und betrachte deine Sorgen einmal als wären es die eines anderen und bleibe bei den Fakten! Wenn es wirklich so eintritt wie du es dir vorstellst, könntest du es durch deine Sorgen kontrollieren?

Wie wahrscheinlich es ist, dass deine schlimmsten Erwartungen wahr werden?

Hast du dir schon einmal tagelang sorgen um ein Gespräch gemacht? Ein Vorstellungsgespräch, ein Gespräch mit dem Chef, ein unangenehmes Gespräch mit deinem Partner? Dann war er da, der Tag X und alles kam anders als du es dir ausgemalt hast. Das Gespräch verlief anders, die Reaktion deines Gegenübers war nicht wie erwartet? Dann hättest du dir also all das Nachdenken darüber sparen können.

Du sorgst dich wegen der Vergangenheit? Du kannst sie nicht mehr ändern!

Die Zukunft? Trotz all deiner Pläne wird sie einfach so kommen wie sie kommt.

Deine Sorgen werden nichts an der Realität ändern. Du kannst noch so lang über eine Szene nachdenken, sie wird anders verlaufen. Manche Dinge, die in deinem Leben passieren, kannst du nicht kontrollieren und Sorgen werden dir nicht weiterhelfen. Im Gegenteil: Sorgen bedeuten körperlichen und geistigen Stress. Dein Körper weiß nicht ob du Angst hast, weil es berechtigt ist oder ob du nur mal wieder über die schlimmsten Katastrophen nachgrübelst.

Erzeuge stattdessen ein positives Gefühl durch positives Denken, indem du die Sorge umdrehst. Spiele die Situation, vor der du so viel Angst hast, in deinem Kopf so durch, wie sie wäre, wenn alles perfekt verlaufen würde.


Es gibt Situationen in deinem Leben, die kannst du steuern und natürlich ist es sinnvoll, erst zu denken und dann zu handeln aber über die meisten Dinge hast du keine Kontrolle, also lass sie los!


Du machst dir Sorgen, dass du gekündigt wirst? -> Vielleicht öffnet es dir die Tür zu einem Jobwechsel in einen neuen tollen Job.

Was, wenn deine Frau/dein Mann dich verlässt? -> Dann wird sie/er es tun, egal ob du dich sorgst oder nicht.

Du kannst planen, Angst haben, dich Sorgen; es ändert nichts am tatsächlichen Verlauf deines Lebens, denn das liegt außerhalb deiner Macht. Ohne die ständigen Grübeleien wird dein Leben aber wesentlich leichter, gelassener und glücklicher verlaufen.


Kannst du loslassen, dich zurücklehnen und das Leben etwas mehr im Hier und Jetzt „passieren“ lassen?


Unabhängige Buchempfehlung:

Sorge dich nicht - lebe! -Die Kunst, zu einem von Ängsten und Aufregungen befreiten Leben zu finden

von Dale Carnegie


P.S.

Ein bisschen grübeln ist normal aber falls du das Gefühl hast, die Sorgen und Ängste würden dich auffressen und du keinen Spaß mehr am Leben empfinden kannst, weil deine Gedanken ausschließlich um „Was-wäre-wenn“ kreisen, könnte es sich auch um eine Angststörung handeln. Dann solltest du mit einem Arzt und/oder Therapeuten sprechen, denn du bist nicht der/die Einzige, sondern einer unter 12 Mio in Deutschland, Tendenz steigend. Das bedeutet aber auch, dass es viele Methoden und Wege gibt, dir bei einer Angststörung zu helfen.


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